Achtsamkeitsforschung – ein Forschungsgebiet erfährt Zulauf

Was früher noch häufig in die Esoterik-Ecke gedrängt wurde, ist nun offiziell ein anerkanntes Forschungsthema der Wissenschaft. Die Meditation, die in medizinischen und psychologischen Therapien bereits häufig Anwendung findet, hat nun auch Universitäten und fachspezifische Forschungseinrichtungen erobert. Zurecht, denn es handelt sich um eine Methode, die nicht nur Zufriedenheit steigert, sondern auch Schmerzen lindert und sogar die Intelligenz maximiert. Unerwünschte Nebenwirkungen? Keine.

 

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Die Achtsamkeit, steigert im Gehirn nachweislich die Dichte der grauen Substanz, unter anderem im Hippocampus, dem Zentrum des Gedächtnisses und der Regulierung von Emotionen. Da Achtsamkeit ein Lernprozess ist, der im Alltag Anwendung finden kann, aber auch mit der Meditation einhergeht, wird durch erhöhte Übungsintensität unser Gehirn trainiert.

Doch dies ist nicht die einzige physische Auswirkung.

Regelmäßige Meditations- oder Yogaübungen erhöhen den Gehalt des Botenstoffes GABA in unserem Gehirn. Dockt dieser hemmende Neurotransmitter an seinen Rezeptor an, so wird die Erregbarkeit der Nervenzellen herabgesetzt und somit u.a. für Entspannung und Angstlösung in unserem Körper gesorgt.

Wer meditiert, kann außerdem die neuronale Habituation steigern. Dies bedeutet, dass es möglich ist sich schneller an Reize wie bspw. Schmerz zu gewöhnen und die Empfindung somit zu mindern. Außerhalb der medizinischen Forschung melden auch Philosophen ein Interesse am Thema an: Meditation steigere die geistige Autonomie, also das selbstständige Denken.

Experimente mit Kontrollgruppen und Hirnstrommessungen sollen nun auch die letzten Zweifler überzeugen: Achtsamkeit bringt nachweisbare Vorteile.